Leitstandbasierter Ansatz zur Echtzeit-Steuerung von Logistiksystemen
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Glossar

 

Allgemeine Begriffe

Auftragspositionen sind Einzelpositionen in einem Transportauftrag.

Echtzeit oder Realzeit bedeutet rechtzeitig (in definierter Zeiteinheit) zu reagieren bzw. eine Aufgabe zu vollenden.

Der Empfänger übernimmt das Packstück von einem Transportunternehmen.

Frachtbrief ist ein begleitendes Transportdokument. Alle am Transport beteiligten Personen können anhand des Frachtbriefes sofort erkennen: Beladestelle, Entladestelle, Zeiten der Übernahme/Übergabe der Sendung, Anzahl der Packstücke, Gewicht der Sendung, evtl. Besonderheiten. Auf diesem Frachtbrief quittieren Versender und Empfänger die ordnungsgemäße Übergabe/Übernahme der Sendung. Dieses Dokument wird vom Transportunternehmen oder Versender erstellt.

Der Kunde beauftragt ein Transportunternehmen einen Transportauftrag durchzuführen.

Lieferqualität wird durch den Kunden definiert. Der Kunde legt fest, wann die Ware beim Versender abgeholt werden soll und gibt eine Zustellzeit beim Empfänger der Ware bekannt. Werden diese Kriterien durch das Transportunternehmen erfüllt, wird diese Lieferqualität erfüllt. Hauptkriterium ist natürlich, dass das Transportgut während des Transportes keinen Schaden nimmt oder andere Vorgaben verletzt.

Ein Lieferschein ist ein Dokument, das über die gelieferten Waren Auskunft gibt und vom Versender der Ware erstellt wird.

Eine Sendung kann in mehrere Packstücke unterteilt sein. Wichtig ist, dass eine Identifizierung und zahlenmäßige Zusammenfassung aller Packstücke für einen Transportauftrag möglich ist. Ein Packstück repräsentiert die kleinste zu betrachtende Einheit. Jedes Packstück besitzt genau einen Sensorgeber/Smartphone.

Die Sendung ist eine mit einem Beförderungspapier aufgegebene und mit diesem gemeinsam zu befördernde Gütermenge. Sie kann aus mehreren Packstücken bestehen.

Ein Transportauftrag ist ein schriftliche Anweisung, zu einem definierten Zeitpunkt eine definierte Sendung von einem definierten Ort zu einem anderen definierten Ort zu transportieren. Ein Transportauftrag besteht aus Positionen, die die Mengen der Sendung enthält  und auf alle Besonderheiten der Sendung hinweist.

Ein Transportunternehmen ist ein Unternehmen (Firma oder auch Einzelperson) welches zuständig für den Transport von Gütern ist.

Eine Tour ergibt sich aus der Zusammenstellung mehrerer Transportaufträge für einen Fahrer oder Unternehmen. Hier wird eine genaue Fahrtroute festgelegt, wodurch die Erfüllung mehrere Transportaufträge optimiert wird, ohne die Lieferqualität für den Kunden zu gefährden.

Der Versender übergibt das Packstück an ein Transportunternehmen.

Zuverlässigkeit Transportunternehmens wird durch die Erfüllung der vorgegebene Lieferqualität des Kunden bestimmt.

 

 

Begriffe für Prozesszustände

Ein Prozess ist die Generierung eines Transportauftrages im IT-System des Transportunternehmens und die Ausführung des Transportauftrages für ein Packstück durch das Transportunternehmen vom Versender zum Empfänger.

Ein konkreter Transportauftrag eines Packstücks durch das Transportunternehmen vom Versender zum Empfänger ist eine Prozessinstanz. Somit kann ein Prozess viele Prozessinstanzen besitzen.

Sollten Prozessinstanzabweichungen festgestellt und kompensierende Maßnahmen benötigt werden (z. B. Umleitung des Packstücks), wird eine kompensierende Maßnahme eingeleitet.

Ein Prozessschritt ist ein definierter Abschnitt eines Prozesses, z. B. Generierung eines Transportauftrags, Direktfahrt von A (z. B. Leipzig) nach B (z. B. Berlin) ohne Zwischenstopp. Ein Prozess kann aus mehreren Prozessschritten bestehen.

Der aktuelle Zustand eines zu transportierenden Packstücks entspricht einem Prozesszustand. Ein Prozess kann mehrere Prozesszustände (z. B. Temperatur, Schock,…) besitzen.

Ein Packstück ist gestartet, wenn es durch ein Transportunternehmen vom Versender übernommen und mit einem Sensor oder RFID-Chip versehen worden ist.

Ein Packstück ist erfolgreich ausgeliefert, wenn der Empfänger das Packstück entgegengenommen und schriftlich bestätigt hat, dass das Packstück  gemäß Transportauftrag ordnungsgemäß angekommen ist.

Ein Packstück ist nicht erfolgreich ausgeliefert, wenn der Empfänger das Packstück nicht erhalten hat bzw. das Packstück nicht gemäß des Transportauftrags ordnungsgemäß geliefert wurde.

Das Packstück ist rechtzeitig angekommen, wenn das Packstück zur vereinbarten Zeit (gemäß Transportauftrag) beim Empfänger ausgeliefert wurde.

Das Packstück ist verspätet angekommen, wenn das Packstück erst nach der vereinbarten Zeit (gemäß Transportauftrag) beim Empfänger ausgeliefert wurde.

Das Packstück ist vorzeitig angekommen, wenn das Packstück vor der vereinbarten Zeit (gemäß Transportauftrag) beim Empfänger ausgeliefert wurde.

Ein Packstück ist falsch verladen, wenn es sich in die falsche Richtung bewegt oder auf dem falschen Fahrzeug geortet wurde.

“Packstück wurde geöffnet” heißt, das Packstück wurde während der Durchführung des Transportauftrages geöffnet. Ein Sensor muss im Packstück vorhanden sein.

Das Packstück steht still, wenn es über einen definierten Zeitraum nicht die Position verändert.

Packstück verschwunden heißt, die aktuelle Position des Packstücks ist zwar bekannt. Jedoch befindet sich das Packstück an einer unzulässigen Position (z. B. Diebstahl).

Dagegen bedeutet “Packstück meldet sich nicht mehr”, dass die aktuelle Position und der Zustand des Packstücks nicht bekannt ist, da der Sensor sich nicht meldet.

“Sendung beschädigt” bedeutet, dass mindestens ein Packstück der Sendung beschädigt ist.

Sind nicht alle Packstücke einer Sendung vorhanden, dann ist die Sendung unvollständig.

“Transportauftrag angelegt” bedeutet, ein Kunde/Transportunternehmen gibt den Transportauftrag für eine Sendung in das IT-System ein (z. B. F.I.S.).

Der Transportauftrag ist beendet, wenn das Transportunternehmen den Transportauftrag im IT-System beendet hat.

 

Provider

Der First Party Logistics Provider (1PL) erbringt seine Logistikaufgaben (z. B. Transport)  ausschließlich selbständig.

Der Second Party Logistics Provider (2PL) übernimmt einfache logistische Leistungen wie Transport, Lagerung oder  Umschlag. Er bietet keine integrierten Pakete an (Einzeldienstleister).

Der Third Party Logistics Provider (3PL) bietet integrierte Transport-, Lagerungs- und Umschlagsleistungen unter  Zuhilfenahme eigener Logistikressourcen und erforderlichen IT-Systeme an.

Der Fourth Party Logistics Provider (4PL) verknüpft eigene nur administrative Ressourcen mit den Logistikressourcen von Subkontraktoren. Er bietet damit umfassende Supply-Chain-Lösungen an, verfügt über keine eigenen direkten Logistikressourcen, wählt auch „Best-of-class“-Subkontraktoren aus.

Der Lead Logistics Provider (LLP) ist eine übergeordnete und führende Institution, die die Planung, Steuerung und Kontrolle der Supply Chain übernimmt.